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BAZ - Wir sind Ihr regionaler Medienpartner!

Der Badische Anzeigen-Zeitungs Verlag (BAZ) erreicht in der Region mit seinen über 20 Zeitungen alle relevanten Haushalte im Erscheinungsgebiet. Diese Zeitungen informieren ihre Leser mit einer regional geordneten und auf lokale Ereignisse abgestimmten Redaktion, ergänzt durch innovative Anzeigen und informative Sonder-Veröffentlichungen.
Die BAZ überzeugt Kunden durch eine qualitativ hochwertige und individuelle Beratung und Gestaltung ihrer Werbung. Professionelle Medienberater in Zusammenarbeit mit einem kompetenten Team aus Mediengestaltern und Grafikern im modernen hauseigenen Satzbetrieb ermöglichen die Umsetzung effektiver Werbekonzepte für Anzeigenkunden.
Auch auf dem Gebiet der Prospektverteilung, ob als Zeitungs-Prospektbeilage oder Prospekt-Direkt-Verteilung, hat sich die BAZ inzwischen als einer der regional größten Dienstleister etabliert. Zusammen mit Verlagspartnern auch über das eigene Verlagsgebiet hinaus.
Die Philosophie des "BAZ-Service aus einer Hand" bietet mit nur einem Ansprechpartner den Kunden die einfache Umsetzung umfassender Werbestrategien mit Anzeigen, Anzeigenstrecken und Prospektverteilungen.

 
 
Von Buffalo Bill zu Kara Ben Nemsi
Über 2000 Besucher sehen Ausstellung / Karl-Wörn-Haus bis April geschlossen

Zum Abschluss der Ausstellung referierte Karl-May-Kenner Rudi Schweikert zu Leben und Werk des Autoren. Bild: zg

Schwetzingen. Am vergangenen Wochenende ging eine der nach Angaben des Museums erfolgreichsten Ausstellungen „Szenen aus der Neuen Welt“ im Schwetzinger Karl-Wörn-Haus, zu Ende. Weit über 2000 Besucher erfreuten sich in den letzten Wochen an den Modellfiguren aus Zinn, Blei, Holz, Papier, Elastolin und Kunststoff.
Vor allem der 2000. Ausstellungsgast, Hans-Peter Minack aus Plankstadt war sichtlich sprachlos, als er vom Museum als Dankeschön für seinen Besuch einen Ausstellungskatalog und einen Gutschein über eine Fahrt im Heißluftballon bekam. „Ich bin begeistert, dass die Stadt Schwetzingen so tolle Ausstellungen macht“. ... WEITER LESEN
Auch die Besucher zur Sonderführung „Der Wilde Westen“, geführt von den beiden Sammlern, Volker Ziegler und Ralf Rothermel, waren fasziniert von den Erzählungen über die Lebensweise der über 500 verschiedenen Indianerstämme, ihren Behausungen und Ritualen. Die einzelnen Geschichten von Buffalo Bill oder General Custer, der 1876 am Little Bighorn River von Sitting Bull und Crazy Horse geschlagen wurde, nahmen die Zuhörer in ihre eigene Kindheit mit zurück, als sie selbst mit Cowboys und Indianern gespielt hatten. Natürlich durfte auch der Lieblingsindianer nicht fehlen: Winnetou.
So rundete der Vortrag von dem renommierten Karl-May-Kenner Rudi Schweikert die Ausstellung perfekt ab. Seine spannende Biographie, über einen der meistgelesenen deutschsprachigen Autor, beschreibt Karl May als Jungen, der in einfachen, armen Verhältnissen einer Weberfamilie am Rande des Erzgebirges am 25. Februar 1842 das Licht der Welt erblickte – sein Geburtsort ist heute Partnerstadt von Hockenheim.
Allein durch seine Phantasie fiel er bereits in der Schulzeit auf, wurde gefördert und verdankte dieser Gabe, so aus seinem Elend herauszukommen. Was aber nicht lange anhielt, da er sehr bald immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt kam und wegen Diebstahl, Betrug und Hochstapelei steckbrieflich gesucht und später mehrere Jahre ins Gefängnis gehen musste.
Wahrscheinlich genau dort kamen ihm die phantastischsten Ideen zu seinen Büchern, sei es über Kara Ben Nemsi oder Winnetou und Old Shatterhand, die er mit Hilfe von fremden Reiseberichten ausschmückte.
Wer mehr von Karl May hören möchte, ist recht herzlich eingeladen, am Samstag, 4. Februar, ab 16 Uhr beim Treffen der Karl-May-Freunde im Grünen Baum dabei zu sein.
Das Karl-Wörn-Haus, Museum der Stadt Schwetzingen hat im Februar und März, an allen Sonntagen, wegen Umbau- und Malerarbeiten geschlossen. Ab Sonntag, 1. April, ist das Karl-Wörn-Haus von 11 bis 17 Uhr wieder zu besichtigen. Der Eintritt bleibt weiterhin frei. kwh
 
Spaß, Spiel und Sport in der Stadt
Volksbank Kraichgau Firmenlauf Sinsheim / Am 19. Juli mit ultimativer After-Run Party / BAZ-Verlag ist Medienpartner

Machen sich stark für den Volksbank Kraichgau Firmenlauf Sinsheim, von links: Thomas Geier, Mitglied des Vorstandes Volksbank Kraichgau in Sinsheim, Sandra Aisenpreis, Stadt Sinsheim, Stefan Hamann, von Hamann & Friends, Roger Jentscheck und Jochen Gerhardt, BAZ-Verlag, Geschäftsstelle Sinsheim. Bild: Gross

Sinsheim. Sinsheim ist eine liebens- und lebenswerte Stadt – gerade in den vergangenen Wochen war dieses berechtigte Statement des Öfteren zu hören. Damit dies so bleibt, muss man Ideen entwickeln und Neues gestalten. Genau in diesen Rahmen passt der Superevent für alle Bürgerinnen und Bürger, ob alt ob jung, groß oder klein, ganze Familien, kleine, mittlere oder große Firmen oder Gruppen, den die Volksbank Kraichgau Wiesloch Sinsheim gemeinsam mit der Eventagentur Hamann & Friends, der Stadt Sinsheim und dem BAZ-Verlag als Medienpartner auf die Beine stellt! Beim Volksbank Kraichgau Firmenlauf, am 19. Juli in Sinsheims Innenstadt, wird nicht sportliche Hochleistung sondern Spaß, Spiel und Vergnügen im Mittelpunkt stehen. ... WEITER LESEN Das Gemeinschaftserlebnis als Team oder Unternehmen sowie die Förderung des Fitness- oder Gesundheitsgedanken sind dabei Motivation, getreu dem Motto: „Dabei sein ist alles“! Beim Volksbank Kraichgau Firmenlauf Sinsheim können ausschließlich Vierer-Teams aus Unternehmen, Institutionen, Behörden, Verbänden, Schulen, Vereinen, Skat- oder Freizeitrunden, Familie, Freunde und so weiter gemeldet werden. Möglich und erwünscht ist, dass mehrere Teams derselben Firma oder Einrichtung teilnehmen, denn nicht zuletzt soll ein solcher Event auch den Zusammenhalt innerhalb eines Unternehmens oder einer Gruppe stärken. Wie sich die Teams dabei zusammensetzen, bleibt allen selbst überlassen. Ein Team wird aus vier Startern gebildet, die Gesamtzeit aller Läufer wird zusammengerechnet. Die zu laufende Strecke beträgt 5,3 Kilometer. Start und Ziel sind das Helmut-Gmelin-Stadion in Sinsheim. Die flache Laufstrecke führt am Segelflugplatz vorbei, in die Innenstadt, Richtung Stadthalle, über Kirch- und Burgplatz in die Bahnhofstraße und die Allee, zurück zum Helmut-Gmelin-Stadion. Dort findet im Anschluss die ultimative After-Run-Party statt mit DJ und Siegerehrung. Gastronomische Aussteller sorgen für das leibliche Wohl aller Teilnehmer und Besucher. Die Laufzeiten der vier Teammitglieder werden zum Teamergebnis aufsummiert, welches letztendlich für die Platzierung auschlaggebend ist. Darüber hinaus werden Sonderwertungen wie "originellstes Mannschafts-Outfit", "jüngstes beziehungsweise ältestes Team", und so weiter ausgelobt. „Der Lauf ist für jedermann zu bewältigen auch für sportlich Untrainierte“, sagt Stefan Hamann vom Veranstalter „Hamann und Friends“ in Heilbronn. Die Sache soll Spaß machen. Nicht die schnellsten Teams erhalten die „großen Preise“, sondern beispielsweise das ältestes Team oder das mit den kreativsten Kostümen. Eine Unterteilung in verschiedene Altersklassen gibt es nicht. Wer mitmachen möchte, muss allerdings mindestens zwölf Jahre alt sein. „Hauptsache es macht Spaß, in diesem Team zu laufen“, freuen sich Stefan Hamann, und Michael Müller von Hamann & Friends, die in den vergangenen eineinhalb Jahren bereits sechs solcher Firmenläufe, unter anderem in Heilbronn, mit tollem Erfolg veranstaltet haben. Erfahrungsgemäß wächst die Teilnehmerzahl von Jahr zu Jahr, berichtet Michael Müller. „Nicht zu vergessen, das Publikum am Straßenrand und an den einzelnen Spaß-Stationen, das die Läufer begeistert anfeuert.“ Darüber hinaus sorgen die Kostüme oder das Outfit der Läuferinnen und Läufer, die oftmals den „Nick-Name“ der Gruppe darstellen für Spaß und Begeisterung. Auch das Thema Gesundheitsförderung rückt beim Firmenlauf in den Blickpunkt. „Ein solcher Lauf kann durchaus der Auftakt für Laufgruppen sein, die sich zusammenschließen und in ihrer Freizeit gemeinsam joggen. „Der Volksbank Kraichgau Firmenlauf soll der Idee neuen Schwung geben“, betont Gerald Barth, Bereichsleiter Marketing Volksbank Kraichgau, der sich ähnliche Firmenläufe bereits angesehen und teilweise dabei mitgemacht hat. Nicht nur Sinsheimer können an dem Event teilnehmen, auch Gruppen von außerhalb sind herzlich willkommen. Umfassende Informationen zu der Veranstaltung gibt es am 16. März, an dem zugleich auch die website zur online Anmeldung freigeschaltet wird. Ursula Gross
 
Girls' Day und Boys´ Day
Mut machen für „ungewöhnliche“ Berufe

Die Mädchen lernen am sogenannten „Girls’ Day“ Ausbildungsberufe und Studiengänge in Technik, IT, Handwerk und Naturwissenschaften kennen, in denen Frauen bisher selten vertreten sind. Bild: red

Neckar-Odenwald-Kreis. An jedem vierten Donnerstag im April – 2012 fällt dieser Tag auf den 26. April – öffnen vor allem technische Unternehmen, Betriebe mit technischen Abteilungen und Ausbildungen, Hochschulen und Forschungszentren in ganz Deutschland ihre Türen für Schülerinnen ab Klasse 5 (Alter zehn bis 15 Jahre). Auch der Neckar-Odenwald-Kreis ist wieder dabei.
Die Mädchen lernen am sogenannten „Girls’ Day“ Ausbildungsberufe und Studiengänge in Technik, IT, Handwerk und Naturwissenschaften kennen, in denen Frauen bisher selten vertreten sind. Der Girls’ Day ist das größte Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen: Seit 2001 haben bundesweit weit über 1 000 000 Mädchen teilgenommen. Allein 2011 erkundeten mehr als 120 000 Mädchen Technik und Naturwissenschaften, fast 10 000 Unternehmen und Organisationen waren auf der „Aktionslandkarte“ eingetragen. ... WEITER LESEN
Tatsächlich verfügt die junge Frauengeneration in Deutschland über eine besonders gute Schulbildung. Dennoch entscheiden sich Mädchen noch immer überproportional häufig für "typisch weibliche" Berufsfelder oder Studienfächer. Damit schöpfen sie ihre eigentlichen Berufsmöglichkeiten überhaupt nicht aus; parallel dazu fehlt den Betrieben gerade in technischen und techniknahen Bereichen zunehmend qualifizierter Nachwuchs. Ingenieurin statt Germanistin, Tischlerin statt Friseurin – warum nicht?
Technische Firmen, Hochschulen, Forschungszentren und ähnliche Einrichtungen tragen im Vorfeld spezielle Girls´ Day-Veranstaltungen auf der Aktionslandkarte unter www.girls-day.de ein. Dabei öffnen Unternehmen und Organisationen am Aktionstag alle Bereiche, in denen Frauen bislang unterrepräsentiert sind: Labore, Büros, Werkstätten. In Workshops und bei Aktionen gewinnen die Mädchen Einblick in die Praxis verschiedenster Bereiche der Arbeitswelt und erproben praktisch ihre Fähigkeiten im technischen Bereich. Sie erhalten direkte Antworten auf ihre Fragen und können erste Kontakte knüpfen.
Ganz nebenbei geht es auch darum, die Öffentlichkeit und Wirtschaft auf die Stärken der Mädchen aufmerksam zu machen. Tatsächlich verzeichnen gerade Unternehmen, die erfolgreich spezielle "Mädchen-Tage" realisierten, eine steigende Anzahl junger Frauen, die bei ihnen in einen technischen oder techniknahen Beruf einsteigen.
Und die Jungen? Für Jungen ab der fünften Klasse findet parallel zum Girls' Day seit 2011 auch der „Boys’ Day – Jungen-Zukunftstag“ statt. Der Ablauf ist ähnlich, nur lernen die Jungs an diesem Tag eben „typisch weibliche“ Berufe vor allem in den Bereichen Erziehung, Soziales, Gesundheit und Pflege kennen. Oder sie besuchen Angebote zu den Themen Lebensplanung und soziale Kompetenzen, Näheres dazu unter www.boys-day.de.
Beide Aktionstage werden von verschiedenen Ministerien, vom Europäischen Sozialfond und von einer Vielzahl von Initiativen, Organisationen und Unternehmen auf politischer und wirtschaftlicher Ebene gefördert und auf Bundesebene koordiniert. Die stark frequentierten Homepages werden täglich aktualisiert und informieren zu allen Fragen von Teilnehmerinnen und Teilnehmern, von Unternehmen und Organisationen, von Lehrkräften und Eltern. Dort können sich Unternehmen mit ihren Aktionen und teilnehmende Mädchen und Jungen eintragen. Adelheid Knoll, die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, begrüßt die Aktionstage ausdrücklich: „Das ist eine tolle Sache, die hoffentlich auch bei uns im Kreis wieder auf eine große Resonanz stößt.“ red



 
Die Fachwerkstadt mit Pfiff ganz in Narrenhand
Zehnter Eppinger Nachtumzug am Samstag, 11. Februar

Tolle Stimmung herrscht bei Zuschauern und Aktiven alljährlich beim Eppinger Nachtumzug. Bild: Gross

Eppingen. Die Teilnehmerliste ist lang, Vereine aus ganz Baden-Württemberg haben sich angesagt. Insgesamt bereichern 88 Gruppen mit 1900 Hästrägern den Umzug, darunter Teufel, Dämonen, Hexen, Geister und viele Phantasiegestalten. Ebenfalls dabei sind auch einige befreundete Karnevalsgesellschaften und zahlreiche Guggenmusiken. Auch zwei Gruppen aus Frankreich haben sich angesagt. ... WEITER LESEN
Den beiden Hexenzünften mit ihren Organisatoren Zunftmeister Bernd Henke (Hexenzunft Eppingen), Oberhexenmeister Jürgen Gärttner (KraichgauPerlen/Kraichgau-Hexen) sowie Günter Brenner vom Verkehrsverein Eppingen ist es besonders wichtig, die schwäbisch-alemannische Fasnet in die Fachwerkstadt zu bringen. Daher gibt es bis auf wenige Ausnahmen keine Umzugswagen, sondern fast ausschließlich Fußgruppen. Dass sie damit richtig liegen, beweist jedes Jahr die enorme Zahl an Zuschauern, die den Eppinger Nachtumzug besuchen.
Auf dem Marktplatz wird eine Moderatorin den Zuschauern die einzelnen Gruppen vorstellen. Hier und entlang der Umzugsstrecke sind auch zahlreiche Verpflegungsstände aufgebaut. Der Umzug startet am Bahnhof und bewegt sich über die Bahnhofstraße, den Markplatz, Brettener Straße, Mühlbacher Straße über den Berliner Ring und endet vor der Stadthalle und der Hardwaldhalle. Dort feiern die beiden
Hexenzünfte mit ihren Gästen ihr Narrentreffen. Die Zuschauer und die Bevölkerung sind dazu recht herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.
Die Eppinger Innenstadt ist wegen des Nachtumzugs an diesem Samstag ab 17 Uhr gesperrt. Entlang des gesamten Festzugweges besteht ein beidseitiges Haltverbot. Die Einhaltung des Parkverbots und die Absicherung des Umzugs wird durch die Polizei und den städtischen Vollzugsdienst überwacht. Das Deutsche Rote Kreuz, Ortsverein Eppingen wird ebenfalls mit zahlreichen Helfern im Einsatz sein. Bernd Henke
 
Gelungene Sanierung der „Alten Post“ abgeschlossen
Nachhaltige Steigerung der Attraktivität der Eppinger Innenstadt

Freuen sich über die gelungene Sanierung der Alten Post: (von links) Regierungspräsident Johannes Schmalzl, Manfred Gebert, OB Klaus Holaschke, Ewald Mack, Architekt Udo Richter. Bild: red


Eppingen. Rund zwei Millionen Euro hat die grundhafte Sanierung der Alten Post in der Brettener Straße gekostet. Nach über einjähriger Bauzeit wurde die Fertigstellung im neuen Stadtcafe am Marktplatz der Familie Müller am vergangenen Dienstag gefeiert. Vier Gewerbeeinheiten und sechs Wohnungen sind auf den rund 1000 Quadratmetern Nutzfläche entstanden. „Das Konzept fügt sich in die vorhandene Nutzungsstruktur des Marktplatzes und dessen Umfeld bestens ein“, freute sich auch Eppingens Oberbürgermeister Klaus Holaschke. Mit der Sanierung sollte eine Aufwertung des Stadtzentrums, insbesondere des innerstädtischen Wohnens, erreicht werden. Und dies ist eindrucksvoll gelungen. Die Wohnqualität entspricht nach der Sanierung der eines Neubaus. Dennoch behalten die Wohnungen ihren Charme als Altbau in der historischen Altstadt. ... WEITER LESEN Und die beiden markanten Gebäude prägen mit zwei historischen Fachwerkgiebeln den Marktplatz und bilden als westlicher Platzabschluss gemeinsam mit dem Rathaus eine hervorragende Kulisse.
Mit viel Elan und Ehrgeiz haben die Investoren Manfred Gebert und Ewald Mack die sicherlich nicht leichte Umnutzung und Sanierung in den vergangenen Monaten realisiert. „60 Container Schutt wurden abgetragen und jede Ecke des Gebäudes ertüchtigt“, informierte Architekt Udo Richter, der bei den Sanierungsarbeiten jede Menge Überraschungen vorfand. Aber auch die Stadt Eppingen und insbesondere das Land Baden-Württemberg haben diese Bemühungen zur Erhaltung der denkmalgeschützten Bausubstanz finanziell unterstützt. Aus dem Landessanierungsprogramm wurde ein „namhafter sechsstelliger Betrag“ zur Verfügung gestellt. Regierungspräsident Johannes Schmalzl freute sich über das sichtbare Ergebnis des Erfolgsmodells mit Pfiff. Jeder Fördereuro löse das Sechs- bis Achtfache an Folgeinvestitionen aus.
Am zweiten Februar öffnet das Café Müller mit Konditorei und Außenbewirtung. Außerdem sind ein Friseurladen, ein Rechtsanwalt und ein Unternehmensberater untergebracht.
2007 hatten die damaligen Eigentümer das Anwesen zum Verkauf angeboten. Aus diesem Anlass hatte der Gemeinderat der Verwaltung aufgegeben zu prüfen, inwieweit ein Grunderwerb durch die Stadt Eppingen in Frage kommen könnte. Neben den enormen Kosten wurde die Unterbringung von öffentlichen Nutzungen auch durch die baulichen Gegebenheiten kritisch beurteilt. Nach intensiven Beratungen verzichtete der Gemeinderat auf die Ausübung des Vorkaufsrechts durch die Stadt. Der Heilbronner Bauträger Gebert und Mack GmbH, der bereits mehrfach Kulturdenkmale denkmalgerecht saniert und einer zeitgemäßen Nutzung zugeführt hatte, stellte eine schlüssige Nutzungskonzeption vor. Der Bauantrag wurde am 6. Februar 2009 genehmigt und die Baufreigabe erteilt. Im Sommer 2010 begannen die Sanierungsarbeiten. „Ziel des Sanierungsverfahrens ist eine nachhaltige Steigerung der Attraktivität unserer Innenstadt; dass sich dieser enorme Aufwand lohnt, zeigt sich beispielhaft an der gelungenen Sanierung der „Alten Post“, urteilte OB Holaschke. red
 
S-Bahn-Ausbau bis Ende 2015
Landrat Stefan Dallinger: Rhein-Neckar-Kreis fordert S-Bahn-Ausbau planmäßig zu realisieren

Täglich erreichen nun 140 S-Bahnen den Bahnhof Neckargemünd. Bild: Gross

Rhein-Neckar. Die S-Bahn Rhein-Neckar ist eines der wichtigsten Projekte der Region, bisher ein riesiges Erfolgsmodell. Nun soll nach Vorstellungen der Deutschen Bahn AG (DB) die zweite Stufe des S-Bahn-Ausbaus nicht bis Ende Dezember 2015 betriebsbereit fertig gestellt sein, sondern sich an einzelnen Stationen um bis zu drei Jahre hinausschieben. Die DB begründet dies mit einer jetzt erstmals vorgebrachten Erneuerung von zwei Kreuzungsbauwerken im Bereich Mannheim-Friedrichsfeld. Diese Verzögerung ist nach Ansicht des Rhein-Neckar-Kreises und aller Städte und Gemeinden, die an den Strecken Mannheim – Weinheim – Darmstadt, Mannheim – Schwetzingen – Waghäusel und Heidelberg – Bruchsal liegen, nicht akzeptabel. „Wir lehnen den von der DB AG vorgelegten Zeitplan ab und bestehen auf dem bisherigen Fertigstellungstermin zum Dezember 2015“, fordert Landrat Stefan Dallinger im Einklang mit den Oberbürgermeistern und Bürgermeistern. ... WEITER LESEN
Der Rhein-Neckar-Kreis als Teil des siebtgrößten Ballungsraumes in Deutschland braucht den Ausbau der S-Bahn, die gigantische Fahrgastzunahme der Vergangenheit unterstreicht dies. Für den Landrat und die Bürgermeister ist es klar, angesichts der Dimension  des Projektes auf dem vereinbarten Zeitplan zu bestehen. „Es ist nicht nur unabdingbar, sondern auch notwendig, um nicht nach 2015 in die Ungewissheit der dann auslaufenden Bundesförderung zu kommen“, sind sich die Verantwortlichen der Gebietskörperschaften einig. Und das, so der Landrat, „würde eventuell die Realisierung des Gesamtprojektes in Frage stellen.“
Den bisherigen Zeitplan des Kooperationsvertrages einzuhalten, sei auch deshalb notwendig, da Kreis und Kommunen auch in finanziell schwierigen Zeiten alle notwendigen Schritte unternommen hätten, dem S-Bahn-Ausbau bis 2015 zum Erfolg zu verhelfen. Dies betraf insbesondere die im Jahr 2011 notwendige Beschlussfassung zu den vorgelegten Vorplanungsergebnissen. Hier hatten sich bei den Stationen im Rhein-Neckar-Kreis Mehrkosten  von durchschnittlich 80 Prozent ergeben und dadurch bei allen kommunalen Gremien neue Beschlüsse erforderlich gemacht. Trotz der erheblichen Mehrkosten standen alle zu dem Projekt und die notwendigen Beschlüsse wurden sowohl bei den betroffenen Städten und Gemeinden, als auch beim Rhein-Neckar-Kreis rechtzeitig gefasst.
Der im vergangenen Dezember vorgelegte, neue Zeitplan der DB AG ist für Landrat und Bürgermeister insbesondere auch deswegen unverständlich, da in dem monatlich tagenden S-Bahn Arbeitskreis, in dem auch die zuständigen DB-Gesellschaften vertreten sind, bisher noch nie von den genannten Erneuerungsmaßnahmen der zwei Kreuzungsbauwerken im Bereich Mannheim-Friedrichsfeld die Rede war. Aus diesem Grund kann hier nur ein Versäumnis der DB AG vorliegen, die kommunale Seite und den Verkehrsverbund als koordinierende Stelle nicht rechtzeitig auf Ungewissheiten im Zeitplan aufmerksam gemacht zu haben. „Ende Dezember 2015 oder nahe daran muss die Deadline für den S-Bahn-Ausbau sein“, bekräftigt Landrat Dallinger, „dieser Termin hat aus kommunaler Sicht Vorrang und die Erneuerung der Kreuzungsbauwerke muss sich entsprechend einfügen und ggf. verzögert in Angriff genommen werden.“ red
 
„Jetzt sind wir nicht mehr zu stoppen“
S.U.N. e.V. mit dem ersten „MetropolSolar Rhein-Neckar“ (MPS) Energie Gespräch „Windkraft“

Christine Denz, Vorsitzende von S.U.N. e. V. bedankt sich bei Bernd Brunner, Uwe Steiff, sowie Josef Staudt (von links). Bild: Brunhild Woessner



Neckar-Odenwald-Kreis. Wind bewegt nicht nur Windräder, sondern auch die Gemüter. Bestens festzustellen beim ersten MPS Energie Gespräch in Mosbach. MPS steht für „MetropolSolar Rhein-Neckar“, ein Netzwerk, dass sich seit seiner Gründung 2006 für die vollständige Umstellung auf erneuerbare Energien in der Region einsetzt. Ebenso arbeitet der Neckar-Odenwälder Verein S.U.N. seit 1997 an diesem ambitionierten Ziel, wie S.U.N.-Vorsitzende und Ideengeberin Christine Denz eingangs erläuterte. Als Referenten waren Bernd Brunner und Uwe Steiff, von der WindEnergie S & H GmbH gekommen. ... WEITER LESEN
Die Planer und Betreiber von vier Bürgerwindparks im Neckar-Odenwald-Kreis, allesamt im Altkreis Buchen, stellten fest, dass ihnen bei der Planung und Erstellung des ersten Windparks 2000 auf der Altheimer Höhe „der Wind noch kräftig ins Gesicht blies“. Doch mit Kompetenz und Beharrlichkeit gelang es ihnen, Bürgermeister, Gemeinderäte, Bürger und Investoren – allesamt aus der Region - zu überzeugen. Derzeit gibt es sieben Windparks im Neckar-Odenwald-Kreis mit 22 Windkraftanlagen, die jetzt bereits 33 Prozent des Privatstroms oder 5,2 Prozent des Gesamtstroms im NOK liefern. Und die Entwicklung geht weiter: „Jetzt sind wir nicht mehr zu stoppen (Brunner).“
Da die bisherige Nabenhöhe mit rund 100 Metern bisher nur die Errichtung von Windkraftanlagen im freien Gelände erlaubte, war der Raum auf landwirtschaftlich genutzte Flächen begrenzt. Doch technisch werden nach Meinung der beiden Fachleute zukünftig Gesamthöhen von 200 Metern möglich. „Je höher die Anlagen sind, desto konstanter ist die Windausbeute, desto ruhiger laufen sie und desto weniger benötigt man“, so Brunner. Somit rücken zwangsläufig auch Waldstandorte (42 Prozent der Fläche im NOK sind Waldfläche) in den Fokus des Interesses. Da sich darunter auch große Flächen im kommunalen und Staatsbesitz befinden, eröffnen sich neue Möglichkeiten „dezentral“, also unabhängig von Stromkonzernen, erneuerbare Energien zu erzeugen, führte Steiff aus. Dabei ist im NOK nach seiner Aussage „das Windpotential relativ bescheiden“. Mit Konfliktfeldern wie dem Landschaftsbild, dem Naturschutz und dem Umgang mit dem Ökosystem gehen Brunner und Steiff in der Praxis ganz offen um.
Wobei Denz in der sich anschließenden äußerst lebhaften Diskussionsrunde die Windkraft als „unbedingt notwendig“ bezeichnete, gilt es doch die Erderwärmung zu stoppen. Und eine Teilnehmerin aus Schleswig-Holstein versteht die Aufregung im Süden der Republik nicht. Für sie stehen die norddeutschen Windparks für eine moderne, saubere und innovative Landschaft. Überhaupt war Denz mit dem Verlauf des Abends äußerst zufrieden, denn das Publikum tauschte sich auch weit nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung noch angeregt aus. red
 
Badische Anzeigen Verlags-GmbH, Schwetzingen, 2010

 

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